Das historische Fundament unseres Standortes

1. Die Ära der Signalfeuer (17. Jahrhundert)

Das optische Netz Die Hochwacht Lägern war ein zentraler Pfeiler des Zürcher Hochwachten-Systems. Dieses wurde ausgebaut, um die Eidgenossenschaft vor den Gefahren des Dreissigjährigen Krieges zu schützen.

Der „Chutz“ Auf der Krete stand ein grosser, witterungsgeschützter Holzstoss mit einer Harzpfanne an einem Schwenkarm. Jede Hochwacht musste zu mindestens zwei benachbarten Stationen direkten Sichtkontakt haben.

Tempo wie im Mobilfunk Wurde der Holzstoss entzündet, reagierten die Nachbarstationen sofort. So raste ein Alarm in unter 15 Minuten von den Grenzen quer durch das gesamte Kantonsgebiet. Bei Nebel schossen die Wächter mit Signal-Kanonen (Mörsern) oder läuteten Sturmglocken.

2. Der Fliegerbeobachtungsposten 609 (Zweiter Weltkrieg)

Die Flugwacht Zwischen 1939 und 1945 stand genau dort, wo wir funken, der Fliegerbeobachtungsposten 609. Er war einer von schweizweit 229 strategischen Punkten des Fliegerbeobachtungs- und Meldedienstes (FMD).

Augen und Ohren des Mittellands Ein Team aus einem Postenchef sowie 6 bis 8 Beobachtern und Telefonisten überwachte Tag und Nacht den Himmel. Sobald feindliche Flugzeuge gesichtet wurden, gaben sie die Meldung blitzschnell per Telefon an die Einsatzentralen weiter, um im Mittelland Fliegeralarm auszulösen.

Das Erbe vor Ort Die Soldaten lebten damals in einer einfachen Holzbaracke mit Pritschenlager direkt beim Restaurant Hochwacht. Weil sie dort so herzlich bewirtet wurden, stiftete die Mannschaft zum Abschied eine kunstvoll gestaltete Gedenktafel, die noch heute an diese Zeit erinnert.